Lemon Myrthle Farm

Am 27.01, einen Tag nach dem australischen Feiertag startete unser erster Tag auf der Lemon Myrthle Farm. Mit etwas Aufregung und viel Wasser als Proviant starteten wir den Tag. Die Farm liegt etwa 30 km von unserem neuen Zuhause entfernt. Mit viel Zeitpuffer fuhren wir los,nach guten 5 km leuchtete Rudis Öllampe auf und so mussten wir kurzehand Öl beschaffen um weiterfahren zu können. Welch Glück das wir viel zu früh los gefahren waren, denn nun kamen wir pünktlich um 9 Uhr auf der Farm an. Bereits auf dem Weg dorthin merkten wir, dass heute ein sehr heißer Tag sein würde... Aber bis dato wussten wir ja nicht was auf uns zu kommen würde... 
Nachdem uns unser Farmer Tony begrüßte ging es auch schon mit dem Pick Up los aufs Feld. Dort eingetroffen ging es gemeinsam mit Tres zum Unterkraut ziehen und das Reihe für Reihe. 
Was für eine schreckliche Aufgabe!
 Aber noch schrecklicher war die Hitze, die Sonne und keinen Zentimeter Schatten zu haben. Ich und Ralf wechselten uns immer ab wer kurz ins Gebüsch durfte um für ein paar Sekunden Schatten zu ergattern. Um 12.30 Uhr war dann eine halbe Stunde Mittagspause auf dem Feld. Fix und Fertig saßen wir dort, keiner von uns konnte auch nur ans Essen denken und wir waren Froh etwas Verschnaufpause zu haben. Martha eine Mitarbeiterin kam auf uns zu und gab uns eine tief gefrorene Wasserflasche. Ein Geschenk Gottes! Waren wir doch nicht richtig vorbereitet gewesen. Ab Morgen sind wir schlauer! Nach 6 Stunden Unterkraut zupfen kam der Pick Up und gleichzeitig die Erlösung. Für heute war es nun wirklich genug!Völlig erschöpft und fertig kletterten wir auf den Pick Up und fuhren zum Office zurück. 
Am zweiten Tag fingen wir bereits um 6.00 Uhr an, welches für die ersten 1,5 Stunden wesentlich angenehmer war, aber danach fing auch heute wieder die unermessliche Hitze an und auch heute hieß es wieder Unterkraut ziehen... Um 9.30 Uhr bei einer kurzen Frühstückspause war Marie bereits so fertig, dass sie eigentlich hätte nachhause gehen müssen, zudem plagte sie ein Hitzeschlag mit Übelkeit und Bauchschmerzen. Besonders wütend machte Marie zudem die Farmbedingungen, hätte man nicht den Mitarbeitern zu mindestens in der Pause in Form eines simplen Sonnenschirms Schatten spenden können. Nein, stattdessen musste jeder halb in Gebüsch kriechen, mit der Gefahr auf gefährliche Schlangen zu treffen um ein paar Zentimeter Schatten zu ergattern...Aber wir taten es trotzdem, da wir einfach nur noch Schatten haben wollten. Tja, Aufgeben am zweiten Tag kam natürlich nicht in Frage, wir brauchten das Geld! Also quälten wir uns durch den Tag. Zusammen mit Tres gingen wir abwechselnd zu einem nahe gelegenen Bach und kippten uns das dreckige Wasser ins Gesicht und auf die Kleidung um ein bisschen Abkühlung zu bekommen. Jedoch war nicht ganz sicher ob sich dort Krokodile aufhalten würden...Es ist schon Wahnsinn wie egal einem so etwas wird, wenn man dadurch ein paar Sekunden der Sonne entkommt. Die Folge war jedoch, dass wir uns durch unsere nassen Sachen einen Wolf liefen. Um 15 Uhr kam der Feierabend... Nach zwei Tagen Farmarbeit taten uns sämtliche Gliedmaßen weh und wir hatten sehr mit der Auswirkung der Sonne zu kämpfen. Marie war so erschöpft, dass sie es noch nicht mal mehr schaffte, nach der Arbeit Einkaufen zu gehen...Das einzigste was wir konnten, war um 16 Uhr ins Bett zu fallen... Wie hält man so etwas überhaupt Wochen lang aus?! All das war uns am zweiten Tag ein Rätsel...
Am dritten Tag war es reine Quälerei und einzig das Geld was uns auf die Farm getrieben hat, obwohl Marie beinahe aufgegeben hätte. Der Tag schien aber etwas besser zu laufen, wir wurden in die „Handernte“ aufgenommen, eine wesentlich bessere Aufgabe, zudem war heute das Wetter auch mit ein paar Wolken ausgestattet... Welch Glück! Jedoch wurde es nach der Mittagspause wieder unerträglich heiß. Diesmal hatte Ralf mit der Auswirkung der Hitze zu kämpfen und kippte etwas aus den Latschen
Dieser drei Tage auf der Farm werden wir so schnell nicht vergessen... 

Aber es ist erstaunlich wie schnell sich der Körper an solche Bedingungen anpassen konnte. Die darauf folgenden Tagen und Wochen wurden immer besser, irgendwann gewöhnten wir uns an die Hitze und uns fielen die 8,5 Stunden auf dem Feld nicht mehr so schwer!

Marie bei der Pause







Unkraut zupfen

Mittagspause. 
Es gab kalte Nudeln mit Tomatensauce aus der Dose


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