Ayers Rock und Kings Canyon

21.06.-24.06.2015

Heute nahmen wir kurz nach Sonnenaufgang die letzten 180 km zum Ayers Rock ( Uluru) auf uns.                                 Schon etliche Kilometer vor dem Ziel erstrahlte er am Horizont.




Der Ayers Rock (Uluru) ist 3,6 km lang und erhebt sich stolze 348 m über das umgebende sandige Buschland. Man geht davon aus, dass zwei Drittel des Felsens unter dem Sand liegen. 



Rudi + Wir + Ayers Rock


Unser Ziel war es heute diesen Riesen zu besteigen. 
Schon im Vorfeld wurden wir darüber informiert, dass es nicht gern gesehen wird, wenn man diesen besteigt, da er für die Anangu heilig ist. Der Pfad an der Flanke des Felsens nach oben ist Teil der Route, die die Mala-Ahnen bei ihrer Ankunft am Uluru nahmen und hat daher große spirituelle Bedeutung-menschliche Füße haben dort nichts zu suchen! 
Es wurde uns nahe gelegt zunächst das Kulturzentrum zu besuchen und dann selbst zu entscheiden, ob man hinauf geht oder nicht. 
Um uns nicht von unserem Vorhaben abbringen zulassen, beschlossen wir erst den Ayers Rock hinauf zuklettern und uns dann über die Bedeutung und deren  Kultur zur informieren, um uns nicht doch noch vielleicht umstimmen zu lassen.


Nachdem wir dem Riesen immer näher kamen, fragten wir uns sowieso wie wir dort jemals hinauf kommen sollten. Auch am Startpunkt prangten viele Warnschilder und warnten vor dem Aufstieg, auch weil dieser gefährlich sein konnte und jedes Jahr mehrere Luftrettungsaktionen gab um Leute zu bergen, auch wurde darüber informiert, dass bereits 35 Menschen ihr Leben beim Aufstieg verloren haben.
 Wir fragten wir uns, warum dieser Weg nicht gesperrt ist, wenn alle dagegen waren, dass die Touristen ihn besteigen. 



Gekonnt übersahen wir die Schilder und machten uns für den Aufstieg bereit.


Rudi hatte eine Pole-Position ergattert und sah uns zu, wie wir uns hinauf quälten. 
Schon nach den ersten Metern kam Marie ins grübeln und überlegte, ob die Warnhinweise vielleicht doch nicht ganz so falsch waren. Ralf dagegen war felsenfest davon überzeugt den Ayers Rock zu erklimmen, koste es was es wolle. 




Also ging es steil weiter, dessen Weg nur aufgrund der Kette zu bewältigen war. 
Nachdem auch eine Schulklasse diesen Weg antrat, hatten wir auch ein besseres Gewissen, denn so schlimm konnte die  spirituellen Bedeutung der Ahnen nicht sein, wenn es sich sogar mit dem Schulplan vereinbaren ließ den Ayers Rock zu besteigen. 







Der Aufstieg war sehr schweißtreibend, aber die Aussicht entlohnte all die Anstrengungen.



Im Hintergrund die "Olgas"























Der Abstieg








Nachdem wir wieder festen Boden unter den Füßen hatten, fuhren wir zur Sonnenuntergangsarea, wo wir gleichzeitig den Uluru und die Olgas bewundern konnten. 




Mit einem Glas Wein warteten wir auf den Sonnenuntergang.













Am nächsten Tag standen die Olgas auf dem Plan. 
Der Besuch zum Ayers Rock wäre nicht komplett gewesen, wenn wir die Olgas nicht besucht hätten.

 Rudi fühlte sich allerdings heute etwas krank und war der Meinung sich einen Ruhetag auf dem Campingplatz zugönnen und währte sich mit aller Macht an zugehen. Nachdem wir immer wieder verzweifelt auf den Anlasser klopften, hatte Rudi nach 20 Minuten schließlich Mitleid mit uns und ging mit großem Gemecker an. Anschließend ließ er jedoch keine Gelegenheit aus, uns nicht doch noch zum umkehren zu bewegen. Sobald Ralf bremste oder in den Leerlauf überging nutze Rudi seine Chance und versuchte auszugehen, seine größte Möglichkeit ergriff er immer wenn wir aufgrund von Kreisverkehren oder Abbiegungen stehen bleiben mussten und Ralf ihn nur über Trick 18 wiederbeleben konnte.. 


Irgendwann auf den 40 km langen Weg gab Rudi auf und wir kamen etwas genervt an den Olgas an.


Die Olgas sind ein faszinierende Gruppe von kuppelförmigen Felsen, die 35 km westlich des Ulurus eng beisamen stehen. Die Olgas ( Kata Tjuta) bestehen aus 36 Felsen, die dicht an dicht liegen und tiefe Täler und enge Schluchten bilden. 



















Der größte Block, der Mt. Olga ( 546m, 1066 m über dem Meeresspiegel) ist etwa 200 m höher als sein berühmter Nachbar der Uluru. 
Kata Tjuta ( Olgas) bedeutet "viele Köpfe" und ist von großer Bedeutung für die Tjukurpa der Aborigines, besonders für die Männer. Der 7,4 km lange Rundweg windete sich durch die Schluchten und ermöglichte uns wundervolle Ausblicke auf die surrealen Felsendome und führte über unterschiedliche Terrains. 
































Nachdem wir wieder bei Rudi waren, redeten wir ihm gut zu und versprachen ihm eine leckere Brause, wenn er jetzt keine Probleme machen würde und wir wieder Richtung Ayers Rock fahren können, damit wir in den Sonnenuntergang nicht verpassen würden. Er kam uns entgegen in dem er durch das klopfen auf den Anlasser etwas schneller anging als heut morgen, aber für mehr war Rudi heute nicht mehr zu gebrauchen. Er fühlte sich etwas krank an, aber wir wussten nicht was ihm fehlen könnte.


Buschfeuer








Nachdem wir einen der begehrten Sonnenuntergangsplätze ergattert hatten genoßen wir den Blick auf den glühenden orange-roten Ayers Rock.










Nachdem die Sonne untergegangen war und wir mit ach und krach auf dem Campingplatz mit Rudi ankamen, war Rudi so beleidigt, dass er nun nicht mehr aus gehen wollte, nachdem wir den Schlüssel bereits umgedreht hatten.

Uns war klar, dass wir so nie im Leben die 550 km zurück in die nächst größere Stadt schaffen würden.


Also entschieden wir uns, am nächsten Tag schweren Herzens in die dort einzigste Werkstatt weit und breit zu fahren, wahrscheinlich würde es auch die teuerste in ganz Australien sein. Aber es half ja alles nichts, wir konnten noch nicht mal mehr um eine Ecke fahren ohne das Rudi ausging. Wir hofften das Beste und auf freundliche Mitarbeiter, die vielleicht etwas Mitleid mit den armen Backpackern in Australien hatten. Nachdem wir eine Stunde auf den Chef der Werkstatt gewartet hatten, sagte uns der nette Mann, dass es wahrscheinlich an dem schlechten Benzin im Outback liegen würde, warum wir solche Probleme hatten.
Aufgrund der vielen Aborigines die süchtig nach dem Benzin sind, darf im Outback nur minderwertiges Benzin verkauft werden, welches nicht so stark nach Benzin riecht. Er empfahl uns zu der einzigen Shell Tankstelle auf den Campingplatz fahren und Premium Benzin zu tanken, anschließend 50 km durch den Nationalpark zufahren und dann sollte das Problem behoben sein. 


Etwas unsicher schauten wir uns an, waren aber auch froh eine kostenlose Erklärung dafür bekommen zu haben. 


Nun fuhren wir zur Shell Tankstelle und entdeckten das, dass Premium Benzin abgeschlossen war. Als erstes dachten wir, dass es vielleicht alle war, nach einer kurzen Nachfrage bekamen wir aber den Schlüssel, weil wir keine Aborigines waren. Kopfschüttelnd und etwas verdattert über die Begebenheiten der Aborigines tankten wir unser Premium Benzin und fuhren nochmal in den Nationalpark. 
Wir konnten es gar nicht richtig glauben, aber es schien als ob es wirklich das Problem gewesen war. Nachdem wir eine Abschlussrunde um den Ayers Rock fuhren entschuldigten wir uns bei Rudi und versprachen ihn, dass wir ab sofort darauf achten würden, das er nur noch gutes Benzin bekommen würde. 
Er nahm unsere Entschuldigung an und wir fuhren gemeinsam nach Curtin Springs.


In Curtin Springs, welches ein Roadhouse mit kostenlosem Campingplatz war, erlebten wir eine weitere kalte Nacht. 



Am nächsten Morgen ging es los zum Kings Canyon. Der gähende Abgrund des Kings Canyon im Watarraka Nationalpark ist das Highlight entlang dieser Route und eine der spektakulärsten Attraktionen Zentralaustraliens. 



Am Kings Canyon waren wir mit Thorsten und Anni verabredet,  die wir auf dem Campingplatz am Ayers Rock kennen gelernt haben.



























Gemeinsam liefen wir die 6 km langen Kings Canyon Rim Walk, der von vielem Travellern als Highlight ihrer Tour in Australien betrachtet wird.
In Deutschland wäre dieses Weg wahrscheinlich aufgrund von Sicherheitsbestimmungen schon kilometerweit vorher abgesperrt worden, aber nicht in Australien. 
So kletterten und wanderten wir vorbei an den Schluchten und tiefen Abgründen des Kings Canyons, immer mit der Frage, würden man den Absturz überleben oder nicht. 


Erkennt ihr Marie auf dem Felsen?









































Es ging vorbei am Garden of Eden. Dessen idyllisches Wasserbecken von übigen Palmen und prähistorischen Palmfarnen umgeben ist. 









Der nächste Wegabschnitt windete sich zwischen eine Gruppe riesiger, verwitterter Sandsteinformationen in Bienenkorbform hindurch, die für die Luritja-Aborigines die Männer der Kuniya-Traumzeitlegenden repräsentieren. 











Nach der Wanderung fuhren wir gemeinsam mit den Beiden noch weitere 200 km bis nach  Mt. Ebenezer wo wir in Dunkelheit am Roadhouse eintrafen und auf dem Hinterhof ein Platz zum Schlafen fanden.




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