Die Tempel von Angkor Teil I

Heute war es endlich so weit, es ging zu den Tempeln von Angkor. Über Mao hatten wir uns einen Tuk-Tuk bestellt, mit dem wir die kleine Tempelrunde absolvieren wollten. Herzlich begrüßte uns der Tuk-Tuk Fahrer und stellte sich vor: „Ich bin Sim, wie Simcard“ und schon ging es los. Wir fuhren ca. 10 Kilometer von unseren Hotel bis zum Parkeingang. Dort durften wir unsere Tickets inklusive Bild für satte 20 $ pro Person kaufen. Von dort ging es direkte zum ersten Tempel.





Angkor Wat gilt als Himmel auf Erden für die Khmer. Er symbolisiert den Berg Meru – den Olymp des hinduistischen Glaubens, sowie den Palast der alten Götter. Es ist das größte religiöse Gebäude der Welt und somit auch das Nationalsymbol der Khmer. Seit der Erbauung im Jahre 1113-1140 war es praktisch durch gehend im Gebrauch und wurden nicht wie die anderen Tempel der Natur überlassen. Schon alleine der Eingang über die Brücke beeindruckte uns sehr. Angkor Wat wird von einem 190 m Graben umgeben, der ein riesiges 1,5 x 1,3 Kilometer großes Rechteck bildet. Wir wurden von Sim am Westtor abgeladen und wollten uns 1,5 Stunden später am Osttor treffen. So konnten wir Angkor Wat komplett anschauen und den Anblick genießen.

























Und schon ging es weiter zum nächsten Stopp. Sra Srang ist der frühere königliche Badesee. An dieser Stelle trafen wir auf arbeitene Kinder. Nachdem wir das Tuk-Tuk verlassen hatten begrüßten sie uns zunächst. Auf dem Weg zum Sra Srang überfielen sie uns mit einem netten Gespräch, einen eingeübten Dialog mit deutschen Wörter bis hin zu einem Gastgeschenk. Schließlich endete das Gespräch mit der Bitte ihren Shop zu besuchen. Gerade in Kambodscha fällt es uns unheimlich schwer die Kinder links liegen zulassen und sie mit einer Geste unseres Desinteresse zu zeigen. Diese Kinder haben nicht viel und ihre Eltern vermutlich noch viel weniger. Unter diesen Umständen konnten auch wir nicht „nein“ sagen und besuchten ihre Stände. Wir wollten sowieso 2 eiskalte Coca Colas und eine lange Hose für Marie kaufen, welche wir dringend für die nächsten Tempel benötigten. Somit waren wir, aber vor allem die Kinder glücklich. Danach  ging es zu Fuß zum Banteay Kadei.

















Danach stand der bekannte Ta Prohm bzw. der Tomb Raider Tempel auf der Besichtigungsliste. Es sah so aus, als würde sich die Natur den im Jahre 1186 erbauten Tempel zurück holen. Die mächtigen und jahrhundertealten Bäume umschlungen die Flachreliefs auf den Mauern. Überall drang die Natur in den Tempel ein und es war faszinierend dieses zusehen. 





















Danach überfiel uns der Hunger und wir fuhren mit Sim zu einen Restaurant welches Khmer Gericht im Angebot hatte. Somit hatte wir auch die Möglichkeit mit Sim ins Gespräch zukommen, ohne das störende Knattern des Mopeds. Sim erzählte uns sehr viel von seiner Familie, seiner Frau und seinen Kinder. Grundsätzlich sollte man die Khmer aus Rücksicht nicht nach ihrem Leben und vor allem nicht nach ihrer Vergangenheit fragen. Viele haben zur Zeiten der Roten Khmer von 1975 bis 1978 viele schlimme und tragische Schicksalsschläge erlebt und können das nur schwer verarbeiten. Wir sind Sim zum Dank verpflichtet, dass er uns so einen tiefen Einblick in sein
Leben ermöglicht hat und uns die Gräueltaten der Rote Khmer bei dem Versuch Kambodscha in ein Agrarkommunismus zu verwandeln beschrieben hat. Der Pol Pot hat alle diejenigen, die intellektuell, behindert, schwach, krank und vor allem nicht reinrassig waren systematisch ermordet.
Auch seine Familie fiel wie schätzungsweise 2 Millionen andere Menschen in diesen kurzen 4 Jahren dieser Roten Khmer zum Opfer. Genau 4 seiner insgesamt 7 Geschwister wurden durch diese Guerillabewegung ermordet. Es ging uns sehr nahe, wie er diese Erlebnisse und das Leid das seiner Familie zugefügt wurden erzählte. Eine seiner Schwester wurden vor den Augen seines Vaters die Kehle mit einem Bananenblatt durchtrennt, uns lief ein eiskalter Schauer den Rücken herunter. Er erzählte uns, dass die meisten auf bestialischer Art und Weise umgebracht wurden um die Munition zu sparen. Uns fiel es dennoch auf, dass Sim trotz allem Problemen und Erlebnissen ein fröhlicher Kerl. 

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