Dschungel Tag I

Heute stand unser erster Dschungeltrekk ins Hinterland von Kackok bevor. 
Diese hatten wir gestern Nachmittag bei Parrot Tours bei Mr. Jammy gebucht. Lange Zeit diskutierten wir die bevorstehende Tour. Sollten wir nun eine Nacht im Dschungel bleiben oder doch vielleicht zwei oder drei. Schlussendlich hatten wir uns für eine zweitägige Tour mit einer Übernachtung im Dschungel entschieden. Grundlegend spielte aber auch das Geld eine Rolle, denn es sollte alles im Rahmen bleiben. Und davon abgesehen das, das Jahresdurchschnittseinkommen bei 830 Dollar liegt sind die Tourenpreise und Transportpreise für Ausländer sehr teuer. Mit einem leckeren Frühstück starten wir nach der hitzigen Diskussion beim Check Out in den Tag. Bereits zum Frühstück brachte uns Jammy einen einheimische Leckerbissen. Gebackener Reis mit Banane und Rosinen in ein Bananenblatt gewickelt. Es schmeckte köstlich und wir hätten mehr davon verzerren können, aber unsere Tour ging los.

Jammy stellte uns unseren Guide Son vor. 
Nachdem wir unsere Gepäck, Essen, sowie Ausrüstung im kleinen Auto verstaut hatten ging es los.

Von Ban Lung fuhren wir in den Vuern Sai Bezirk, wo per Auto dann Schluss ist und der Mekong sich durch die Region schlängelt. Die Fahrt war sehr aufregend, denn unser kleines Auto hatte sehr mit den Folgen des Monsunregen der letzten Tagen zu kämpfen. 
Die Fahrt war sehr aufregend, denn unser kleines Auto hatte sehr mit den Folgen des Monsunregen der letzten Tagen zu kämpfen. Wasserpfützen deren tiefe wir nur erahnen konnten pflasterten die Straße, die so schon in einem jämmerlichen Zustand war. Genau 1½ Stunde wurde unsere Auto auf der Straße hin und her gedrückt, ging in den Wasserlöchern mehrmals aus und war am Ende so mitgenommen, das wir kaum noch die Türen aufbekommen haben.
 Wir waren sehr erleichtert als wir endlich vor dem Mekong standen.

Von diesem kleinen Ort ging es im Einstammboot weiter auf dem Mekong, wo wir nach 50 Minuten unseren Ranger aus einem kleinen ethnischen Minderheiten Dorf namens Kachok trafen.



 Alle packten und schnürten ihre Rucksäcke zusammen. Und langsam ahnten wir worauf wir uns da eingelassen haben, aber wir wollten das ja so!
Wir trafen unseren sehr schüchternen Ranger. Sein Name ist Yay und er ist 38 Jahre alt. Mehr konnten wir auf Anhieb nicht heraus bekommen.
Über Reisfelder, Wiesen und kleinen Bächen ging es durch die kleinen Dörfern, die meistens nur aus 2 oder 3 Stelzenhäusern bestanden.

Reisfeld

Nein, das war noch kein Dschungel ,aber es ist beeindruckend wenn auf einmal kleine Häuser sich aus dem Wald erstrecken oder eine Buffalo- Herde an einem vorbei trampelt.












Vier Stunden lang ging es im straffen Tempo immer weiter in den Wald hinein. An den unzähligen Flüssen, stoppten wir immer, da wir unsere Schuhe auszogen um Barfuß die Flüsse und Bäche zu überwinden.




Gegen 15 Uhr trafen wir an unserem Ziel, einem Wasserfall mitten im Dschungel ein. Wir mussten zahlreiche Litschis von unseren Körper trennen. Das sind kleine Würmer, die an beiden Enden kleine Zähne haben um sich an dir fest zubeißen und dir dein köstliches Blut auszusaugen und versuchen so, in deinen Körper zu gelangen. Sie sind schon schmerzhaft, aber der Gedanke, dass sie unter deine Haut gelangen könnten stimmte uns ängstlich.

Danach hieß es das Camp für die Nacht herzurichten. Wir mussten mit Bambus eine Tragfähiges Gerüst erstellen, wo wir die Hängematten aufhängen konnten. Unser Yay war sehr gut darin, mit den einfachsten Mitteln Probleme zu lösen. Noch schnell die blaue Plane gegen Regen spannen.






Danach hieß es für uns erst einmal eine Erfrischung im Becken des Wasserfalles nehmen. 
Es war einfach wunderschön mitten im Dschungel baden und schwimmen zu können. 


Bambustassen
Bambussuppe
Yay spannte ein Fischnetz quer durch den Bach um unser Mittagessen für Morgen zu sichern.
Unsere Guide und Ranager sorgten sich in der Zeit um das Abendessen und die Feuerstelle. Ganz schlicht und einfach wurde in einem Bambusrohr die Bambussuppe zubereitet. Alle Zutaten einfach klein geschnitten und ab damit ins Feuer. 
Unsere Ranger hatte noch einen Topf dabei, somit konnten wir noch ein Gemüse-Reis-Hänchen Gericht zubereiten. 

Den Abend ließen wir am Lagerfeuer mit den leckeren Gerichten ausklingen. Unsere Ranger hatte noch selbst gebrannten Reiswein (für uns eher Schnaps) mit. Auch wenn wir uns nicht richtig unterhalten konnten entwickelte sich ein kleiner Dialog mit Handzeichen, Grinsen und Gestiken.
 So tranken wir zu viert den hochprozentigen Reiswein aus und lachten über die Reaktionen nach dem trinken des Einzelnen.

Auf einmal überkam uns da noch der Gedanke der Nachtwanderung. Diesen hätten wir lieber schnell sein lassen sollen. Denn bevor wir fragen konnten, wo und wie lang standen wir schon mit unseren Vorkriegskopflampen mitten im Dschungel.
Unsere Guide fing auf einmal mitten in der Dunkelheit an zu tanzen und zu schreien, wir waren überrascht. Doch leider war das keine Showeinlage, sondern wir standen mitten in einer Waldameisenstraße – und die gar nicht so kleinen Biester können beißen, dass du über jeden Mücken- oder Bienenstich lachen würdest

Unerschrocken ging es weiter in der Dunkelheit. Der Ranger schnitt uns mit seiner Machete einen Weg durch den Dschungel und so ging es mehre hunderte Meter quer durch das Nix. Miteinmal wechselten wir in ein Bach der zum Wasserfall führen sollte.

Miteinmal wechselten wir in ein Bach der zum Wasserfall führen sollte. Glücklicherweise hatten wir nur Flip Flops an, mit den konnten wir relativ gut auf den spitzen Steinen laufen. Knietief ging es durch den Fluss, hindurch von Spinnennetzen, Krabbeltiere die wir uns nicht weiter anschauten. Beladen mit einer 500 Euro Kamera, der Vorkriegslampe incl. Riesenakkus stolperten wir durch den Bach und fragten uns, ganz ehrlich, ob hier jemand zu viel Reiswein getrunken hatte. 

Leider sind die europäischen Flip-Flops nicht für den Dschungel gemacht, denn Marie ihr Flip-Flop ging kaputt.


Nach 30 Minuten quer durch den stockfinsteren Dschungel erreichten wir heilfroh unser Camp. Doch wir hatten mittlerweile Besuch bekommen und das sehr zahlreich. Mehrere 10 cm breiten Ameisenstraßen durchzogen unser Camp und trugen alles mit was sie tragen konnten. Bei den Manövern den Ameisen auszuweichen ging auch noch Ralf sein Flip-Flop kaputt. 
Nach 20 Minuten hatten wir die Lage aber wieder im Griff und wir konnten in unsere Hängematten klettern. 
Wir sagen schon einmal gute Nacht und freuen uns auf die erste Nacht mitten im Dschungel an einem Wasserfall.

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