Kawatiri (404 km)

Wir erwachten in unserem Sprinti und mussten leider feststellen das, dass Wetter unserem Freiluft Thermalbadbesuch einen Strich durch die Rechnung machte. 
Wir aßen in voller Hoffnung unser Frühstück, dass der Regen doch noch aufhörte und wir in den Genuß der bekannten Hanmer Springs kommen würden. 
Hanmers Springs besitzt gerademal 759 Einwohner.

Leider wurde nichts daraus und wir entschieden uns, das wir das nächste Tagesziel anfahren.

Auf der SH7 fuhren wir bis Culverden und nahmen dann eine Strasse über die Berge nach Kaikoura.
Der Regen wurde mal mehr, mal weniger, doch ganz hörte es nie auf.
 Kaikoura eine alte Walfängerstadt und gleichzeitig eine der am stärksten besiedelten Gebiete zu den Maorizeiten. Nach deren Mythologie hat hier der gottähnliche Held Maui seinen Fuß aufgesetzt und einen Fisch aus dem Tiefen des Ozeans gezogen. 

Aufgrund der kontinentalen Erdplatten fällt hier das Meer schlagartig 800 Meter in die Tief. Diese Besonderheit bewirkt, das nährreiches Wasser aus der Tiefe an die Wasseroberfläche gehoben wird.
Dadurch ist in Kaikuora eine ausgeprägte und beeindruckende Vielfalt an Meerestieren auffindbar.
Für Kaikoura waren wir eigentlich noch gar nicht vorbereitet gewesen, denn dies passiert i. d.R. erst am Vorabend. Dennoch hatten wir schon im Vorfeld gewusst, wieso wir diese Stadt besuchen müssen. 
Auf dem Parkplatz der Touristeninformation gab es aber zunächst das übrig gebliebene "Erdbeer-Weißeschockladen- Magnum Eis"aus unserem Tiefkühler. Es sollte es nach einem spannungsvollen auspacken direkt in den Mund wandern. Ralf stellte aber fest das die Fierqualität des Kühlschrankes nur mittelmäßig war. Beim ersten drehen passierte es dann auch schon und das Magnum flog unter entsetzten Blicken auf den Boden. Sicherlich kein großer Verlust im waren Leben aber in diesen Moment war es entsetzlich und ein große Sauerei zugleich.  :)


Am Infopoint wollten wir uns kurz informieren und dann auf direkten Weg den Point Kean Seal Colony ansteuern. 
Hier am äußerten Ende dieser Halbinsel tummeln sich Robben friedlich am Steinstrand, aber nur so lange wie man den nötigen Sicherheitsabstand von 10 bis 20 Meter einhält. Wir mussten jedoch beobachten wie Asiaten (Wer auch sonst...)  dem nicht befolgten und nah, bald drauf sitzend sich Busgruppenweise mit den Seerobben ablichten ließen. 


Auf jeden Fall sollte man nicht wie Ralf den Robben den Fluchtweg zum Meer verstellen, denn dann geht das große Geheule und Kräftemessen los.







Auf der Rückfahrt von der Halbinsel kamen wir am "Fyffe House" vorbei. Dessen Besonderheit ist es, das älteste erhaltende Haus in Kaikoura zu sein, zudem ist das Fundament auf Wirbelknochen von Walen errichtet. Wieso und weswegen können wir euch leider nicht verraten, aber man muss ja nicht immer alles wissen und verstehen.



Danach ging es auf einer 132 Kilometer langen Panoramafahrt Richtung Norden nach Blenheim. 
Auf der rechten Seite sahen wir den Südpazifik und auf der anderen die schneebedeckten Berge des Manakau Gebirges. 
Noch immer hielt der Regen an und die kleinen Stopps auf der Fahrt endeten mit nassen Füßen. Es macht aber Spaß den Robben, die gerade Junge bekommen haben in den unzähligen Buchten zu beobachten. Ein eindeutiger Vorteil dieses Wetter war, dass wir den aufsteigenden Gestank der Kolonien nicht spüren mussten. 

Kleine Robbenbabys ( leider nur schwer zu erkennen)

Aufgrund der nährreichen Meerestiefe gibt es hier Wale, Delfine, Neuseeländische Seebären, Pinguine, Albatrosse und viele Tiere mehr.

Wir erreichten bei strömenden Regen die Kleinstadt Blenheim. Diese landwirtschaftlich geprägte Stadt ist gerade dabei ihren touristische Anziehungskraft unter Beweis zustellen. Für uns hieß es Tanken, Einkaufen und Dump- Station aufsuchen. 

Globalisierung hat doch manchmal seine Vorteile. Vor allem wenn es bei MC Donalds den Big Mäc für umgerechnet 1.80 Euro gibt. Jedoch machte der Dialekt des Mitarbeiters des Drive Inn Schalters Ralf, der glücklicherweise für uns beide bestellen durfte, zu schaffen. Der Dialog mit der Sprechanlage endet in einer Flucht nach vorn, wo wir schon schmunzelnd von einem Mitarbeiter mit Fragezeichen über dem Kopf empfangen wurden: "Seid ihr die beiden mit den 2 Big Mäcs?". :)

Da es heute anscheinend nicht mehr aufhören wollte zu regnen, beschlossen wir durch das Hinterland was auch gleichzeitig das beste Weinanbaugebiet sein soll in Richtung Kawatiri zu fahren. 

Auf dem Weg dorthin änderte Ralf seine Berufswahl stündlich für Neuseeland und beschloss letztendlich im Falle eine Auswanderung Winzer zu werden. :)

Wir folgten der SH65 bis wir in Kawatiri auf die SH6 trafen die in Richtung Tasmanen & Golden Bay führte. 
An einem Campingplatz der in einem verlassenen Bahnhofsgelände lag und an vergessenen Zeiten erinnerte ließen wir den Tag ausklingen. 

Obwohl wir heute planmäßig keinen Kilometer fahren wollten schafften wir 404 Kilometer an diesem Tag.



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